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Viele Gewohnheiten der saurischen Bevölkerung sind das Ergebnis einer faszinierenden Synthese verschiedener Kulturen, allen voran die Deutsche und die Karnische, die zur eigenen Identität der Gemeinde beigetragen haben.

Neben den Aspekten und Elementen des materiellen Kulturguts (die typische Architektur, die Bewahrung und Zubereitung der Speisen, die Geräte und Techniken für die Feldarbeit, die Kleidung die bis vor einigen Jahrzehnten in Gebrauch war), haben sich vor allem im religiösen und symbolischen Bereich die interessantesten und vitalsten Traditionen erhalten.

In der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest finden das Almosensammeln der Kinder statt ("Pistelea" am Tag der unschuldigen Heiligen; "s'najor" Neujahrstag) und das Sternensingen. Letzteres macht eine Gruppe Jugendlicher und Erwachsener, die durch die Straßen des Ortes mit einem bunten und beleuchteten Stern laufen und dabei antike weihnachtliche Glückwunschlieder vortragen (Sternenlieder, Stearnliedlan), auf Altdeutsch, Italienisch und Latein.

Nach einer Zeit der Aufgabe ist das Fasnachtsritual wieder gewonnen worden - mit einigen Modernisierungen. Die Teilnehmer, die alte Kleidungstücke und Hütchen mit Papierblumen und Papierbänder tragen und die auf dem Gesicht Holzmasken, Schleier oder einfach Ruß tragen (rues), versammeln sich nach dem Ruf des "röllar" mit seinem Gürtel voller lärmender Kuhglocken, und ziehen durch die Straßen des Ortes, dem "Kheirar" und den Musikanten folgend.

Der "Kheirar" ist mit einem Besen bewaffnet und geht in die Lokale und lädt die Masken zum Tanzen ein, abwechselnd kehrt er den Fußboden nach dem Ein- oder Austritt eines Paares um den Winter und die negativen Kräfte symbolisch zu verjagen und um Platz zu machen für das Neue und den Frühling.

In der Karwoche ziehen die Kinder mit ihren lärmenden Knarren durch die Stadt, deren Lärm das Glockengeläut ersetzt, während man in der Kirche mit feierlichen Gottesdiensten der Hingabe und Tod Jesus Christus gedenkt. Jeder Ortsteil hat außerdem seine religiösen Gedenktage.

Besonders empfunden werden die Feste für die Madonna und den Schutzheiligen, in dessen Verlauf die Statue in feierlicher Prozession getragen wird.

In dieser und anderen religiösen Festtagen finden einige rituelle Weihungen statt (Wasser, Salz und Obst am Dreikönigsfest, Brot an Ostern, Geweihter Strauß zur Geburt Marias).




A Stearnliedle (un canto della Stella)

Gegriesset seist du, Jesulein
in diesem Krippelain
ohn dich kon niamond freilich sein
o, herziges trestelein.
Dir singen olle die Engelein
denn dir gebuhrt das lob alein
o, höinichsieses Jesulein
o, faines Kindelein...
Salutato sia tu, piccolo Gesù,
in questa mangiatoia,
senza di te non posso essere felice,
o, cordiale consolatore.
A te cantano tutti gli angeli,
per te solo nasce la lode,
o, piccolo Gesù, dolce come il miele,
o, piccolo bellissimo Gesù...



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