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Gemäß der Volkslegenden wurde die Gemeinde Sauris von zwei deutschen Soldaten gegründet, die müde vom Krieg aus ihrem Heimatland flohen und in diesem isolierten und von allem entfernten Tal Zuflucht nahmen.
Wie jede Legende basiert auch diese auf einem Stück Wahrheit; die ersten Bewohner kamen nämlich Mitte 1200 aus einigen Grenztälern zwischen Kärnten und Tirol.

Seit über sieben Jahrhunderten leben ihre Nachkommen in Symbiose mit der alpinen Umwelt, indem sie die wenigen Sorten anbauten die für diese Höhen und das raue Klima geeignet waren (Buchweizen, Roggen, Gerste, Kopfkohl, Ackerbohnen), indem sie das Vieh in den Sommermonaten auf die Almweiden trieben, die Wiesen bis zu den Gipfeln abmähten und Bau -und Brennholz aus dem Wald holten.

Um die Nahrungsmittel zu erhalten, die sie nicht vor Ort gewinnen konnten (Weizen, Mais, Obst, Salz - unentbehrlich für die Konservation der Lebensmittel) begaben sie sich im Herbst und Winter, wenn sie nicht mit Landwirtschaft und Almarbeit beschäftigt waren, zu Fuß, mit dem Wagen oder Schlitten in die nahegelegenen Dörfer um ihre eigenen Produkte zu tauschen.

Heute zählt Sauris circa 400 Einwohner, die fortfahren sich auf eine Umwelt zu beziehen, die auch nach Jahrhunderten noch immer die wertvollste Ressource bleibt, indem sie einige traditionelle Tätigkeiten in einen modernen Zusammenhang stellen (Handwerk, Nischen in der Agrar- und Nahrungsmittelproduktion schaffen) und einen menschengerechten Tourismus entwickeln.

"Der Heilige Oswald, König von Northumbria, verehrt in Sauris in der Carnia"

Die ersten Bauern die aus Österreich kamen, brachten außer der Sprache auch die religiösen Traditionen aus ihrem Heimatland und ihre Verehrung für einige Heilige mit.

Vielleicht kam mit ihnen auch eine Reliquie, der Daumen vom Heiligen Oswald nach Sauris. Die Anbetung dieses Heiligen war ab dem Mittelalter besonders in Süddeutschland und den Alpenländern bedeutend. Der Heilige Oswald, König von Northumbria, einem Gebiet in Nordengland, hat im VII.

Jahrhundert gelebt und starb im Kampf und wurde vor allem als Wundertäter und Beschützer vor der Pest und Epidemien im Allgemeinen angerufen. Dank der Präsenz dieser wertvollen Reliquie, aufgrund deren sich Wunderheilungen ereignen, wurde der Wallfahrtsort Sauris zu einem der bekanntesten und namhaften Andachtszentren der Republik Venetien.

Vom 16. bis 19. Jahrhundert war Sauris das Ziel von Hunderten von Pilgern, die aus Friaul, aus Cadore, aus den venetischen Städten und im Besonderen aus Venedig kamen.





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