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Die Almen |
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Die Almen in Sauris
Der Bergrücken der als Wasserscheide zwischen dem Bassin des Lumiei und des Val Pesarina dient,
ist eine Bergreihe mit gerundetem und grünendem Profil: Festons, Oberkofel, Morgenleit, Pieltinis,
Torrondon, Novarza, Losa, Forchia zu denen im Osten der transversale Anhang dazukommt der aus
der Gruppe des Col Gentile besteht. Es handelt sich um Gipfel aus weichem Sandgestein,
zutiefst gezeichnet durch die Gletscheraktivitäten.
Dies erklärt die Geomorphologie der Gegend die in deutlichem Kontrast zur parallelen Gebirgskette
steht, die sich majestätisch im Norden erhebt, Wände und Türme aus Dolomitgestein,
jedoch auch fruchtbares Substrat, besonders für die landwirtschaftliche Nutzung und die Viehzucht
geeignet.
Auf den Berghängen, nach Norden und Süden gelegen, verteilten sich im Laufe der Jahrhunderte
eine ununterbrochene Reihe von vorübergehenden Wohnstätten, wo die Almwirtschaft ausführlich
praktiziert wurde. Diese Aktivität bildete die wesentliche Ressource für den Lebensunterhalt
der Bevölkerung, innerhalb eines ökonomischen Modells das auf die Selbstgenügsamkeit
ausgerichtet sein musste.
Das Tal von Sauris war nämlich bis ins 19. Jahrhundert von einer grundlegenden Abgeschiedenheit
gekennzeichnet und kommunizierte mit der Außenwelt nur über Wege und Saumpfade.
Und es wurde auch erst in diesem Jahrhundert die Straßeninfrastruktur verwirklicht,
die es erlaubte einen nicht optimalen Zustand zu überwinden
(der aber die Bewahrung der kulturellen Traditionen sowie Materialen von Bedeutung begünstigt hat,
wie den ursprünglichen deutschen Dialekt und die prächtigen Holzbauten);
bleiben doch auch heute noch die Schwierigkeiten in der Verbindung Richtung Belluno bestehen,
aufgrund der wiederholten Erdrutsche die den Talschluss von Lumiei betreffen.
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In dieser Subregion wo sich die Nutzung der Berge immer nach klassischem Kanon abgespielt hat,
hat das Weideland in hohen Höhen ein starkes Motiv für die Anziehung anderer externer
Gemeinschaften dargestellt.
Dies kann anhand des künstlichem Vordringens von gewissen Gemeindegrenzen festgestellt werden,
die aus den Nachbartälern in die Mulde eindringen, bis sie mehrere Käserein und die dazugehörenden
Betriebsausstattung umfassen.
Das ist der Fall von Socchieve, das von Valle del Tagliamento eine Sprache des eigenen Gebiets
Richtung Nordwest treibt, in einigen Teilen nur 400 m breit, indem es sich die Almen Monteriù
und Valuta einverleibt, deren Weideland mit den Verwaltungsgrenzen übereinstimmt; eine analoge
Situation haben wir bei den Almen Forchia und Losa die der Gemeinde von Ovaro unterliegen.
Heute kann man alle saurischen Almen leicht über ein Straßennetz erreichen,
dass die Ansiedlungen mit den Zentren der Talsohle, aber auch die verschiedenen Betriebe
miteinander verbindet.
Die Seite der Bergkette des Monte Pieltinis - Col Gentile, der gegen die Mulde gerichtet ist,
ist in seinem ganzen Umfang befahrbar: von Lateis und Sauris di Sotto erreicht man durch bequeme
Karrenwege die produktivsten Sennerein der Gegend, mit der Möglichkeit die Wasserscheide
zu überschreiten und zu den Käsereien und Weiden des Val Pesarina hinabzusteigen.

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Das Leben auf der Alm
Normalerweise versteht man unter Almen die Weiden die über der Baumwuchsgrenze liegen,
ab circa 1500m aufwärts, zusammen mit dem notwendigen Gebäudekomplex für die Viehzucht:
die Käserei (la casera), wo das Personal wohnt und wo das Produkt verarbeitet und gelagert
wird und die Unterstände für die Tiere, Ställe und Loggien.
Die Nutzung der Gebirgsweiden mit dem Almwirtschaftssystem ist eine überaus anspruchsvolle Tätigkeit,
die aus einer jahrhundertalten Erfahrung hervorgeht und in allen mediterranen Bergen betrieben wird,
aber auch in Kleinasien, Amerika und dem Himalaja.
Die Nutzung der natürlichen Ressourcen, bestehend aus dem Weideland das sich oberhalb
der Waldlinie erstreckt, ob es sich nun um privaten Besitz oder um Gemeindebesitz,
wie in dem meisten Fällen handelt, erlaubt es dem Bergbewohner die Stückzahl der gezüchteten
Tiere um 25% zu erhöhen.
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In der Tat wird das in den drei Monaten gesparte Heu, das dem Zeitraum entspricht in dem
das Vieh auf der Alm ist auf 10 Doppelzentner geschätzt, wohingegen der mittlere jährliche Verbrauch
für Viehfutter bei Stallhaltung sich auf 40 Doppelzentner beläuft.
In der Vergangenheit stellte die Almwirtschaft die Endphase eines Prozesses der
Futterressourcennutzung dar, die gemäß einer vertikalen Höhenprogression verlief.
In der Frühlings- und Herbstzeit wurden die Weiden der tiefergelegenen Berge
(Zeit vor und nach der Almwirtschaft) knapp über den der ständigen Wohnsitzgrenze gelegt,
in Privatbesitz, auf denen Hütten und Heuschober ("stàipes") für die individuelle Leitung standen.
Sie waren darauf ausgerichtet die Familien aufzunehmen und erlaubten die Viehunterbringung,
die Milchbearbeitung und die Heulagerung in den Wintermonaten. Dies geschah im
Lauf des Auf- und Abtriebs der Herden die zur Alm geführt wurden oder vom Aufenthalt in
den hohen Höhen heimkehrten.
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