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Es versteht sich, dass eine Realität wie die saurische seine Einwohner zwang nach
einem Wirtschaftsregime zu leben, meist möglich von Selbstgenügsamkeit.
Die Wirtschaft war ausschließlich an die Rinderzucht gebunden (1920 wurden ca. 600 Stück gezählt);
die Erde, obwohl fruchtbar, brachte immer schwache und ungenügsame Ernten, wegen den,
vom Klima und von der Höhe gesetzten Beschränkungen.
Jeder also, um zu leben und eine Familie zu gründen, musste genug Grundstück, ein Haus
und einen Stall für die Viehzucht besitzen.
Der Selbstverbrauch deckte alle Bedürfnisse, die Kleider wurden autonom im Haus mit Wolle und Flachs
gesponnen und gewebt. Für das Krempeln der Wolle, die Pflege und Ernte des Hanfs und des Flachs
und für das Spinnen sorgten die Frauen, während für die Weberei die Männer bestimmt waren.
Fünf oder sechs horizontale Webstühle webten für die gesamte Gemeinschaft auf der typischen Art
des "Spinnengewebes" (die Tradition wird heute noch weitergeführt von Sandra und Adriana Schneider
c/o Ia Tessitura di Sauris "Erste Weberei von Sauris"). Die saurischen Weber dienten im gesamten
Friaul und waren sehr geschätzt, sodass ihre Arbeit auch von adeligen Familien begehrt wurde.
Als das Rauwerden des Klimas den Feldanbau nicht mehr erlaubte, wurde der Sauraner zum Holzhauer,
folglich zum Handwerker der verschiedensten Arten oder zum Saisonsauswanderer, falls er in einem
Beruf spezialisiert war.
In jedem Haus existierte ein Laden oder eine Werkstatt für den Bau und der Reparatur
von jeder Art von Geräten und Werkzeugen. Der Warentausch war die meist gebrauchte Handelsaustauschform.
Schwach oder kaum gab es den Geldumlauf.
Die Versorgungen und der gesamte Handelsverkehr wurden
vorzüglich in der Winterperiode zwischen den Pisten des Pura abgewickelt, denn der Schnee ermöglichte es,
den Schlitten für den Transport zu benutzen.
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